Dienstag, 9. Oktober 2012

Vamos a la playa - Unser Wochenende in Puerto Lopez

Unser 3. Wochenende hier in Ecuador haben Jonas, Isi, Henny, Fabi und ich gemeinsam in Puerto Lopez an der Küste verbracht.
Puerto Lopez liegt in der Provinz Manabi und ist ungefähr 9-10 Busstunden von Quito entfernt.
Dass wir schon so bald ein Wochenende mit Reisen verbingen, hatte besonders den Grund, dass man in Puerto Lopez Wale beobachten kann. Das ist aber nur bis Ende September möglich...
Die ganze Woche haben wir uns schon darauf gefreut und es war auch echt genial!
Wir haben am Freitag noch bis 4 gearbeitet und dann gings sofort heim, in Hektik packen und los zum Busbahnhof.
Der Weg dorthin war schon megalustig, denn zu fünft in einem Taxi plus jeder nen Rucksack ist doch etwas eng ;)

Vom Terminal Quitumbre ging es dann mit dem Bus über Santo Domingo und unzählige Käffer dazwischen nach Puerto Lopez.
Unsere Hinfahrt war leider extrem abenteuerlich:
Ersten war einer unserer Plätze überbucht und Heni hatte keinen Platz. D.h. sie hat sich erstmal auf den Boden vorne gesetzt, was dann dem Buspersonal nicht recht war und dann haben sie ständig Ecuadorianer aufgescheucht, dass die uns ihren Platz zu Verfügung stellen. Heni saß auf der Fahrt glaub ich auf gut 5 verschiedenen Plätzen und so wirklich Schlaf war für sie irgendwie nicht drin. 
Eigentlich waren unsere Plätze auch nebeneinander gebucht, aber ein Ehepaar fand unsere Plätze wohl ganz nett und hat sich da einfach mal hingesetzt. Die Dame brauchte den Platz ganz vorne wohl, da sie fußkrank war, ihren Fuß hochlegen oder ähnliches haben wir sie aber die ganze Fahrt nicht gesehen.
Und Jonas saß die meiste Zeit der Fahrt neben einer Frau, die einen großen Teil der Fahrt gebetet hat, weil die Straße nass und der Bus so schnell sei... Mitten in der Nacht hat auch 2 mal jemand aufgeschriehen im Bus und die Fahrweise des Busfahrers war echt sehr interessant...
Ich muss aber eigentlich sagen, dass ich durchaus trotzdem gut geschlafen habe (das Schlögel- Gen halt) und somit habe ich wieder ne Geschichte zum euch erzählen ;) Wir sind ja alle gut angekommen.

In Puerto Lopez sind wir früh morgens um 6 Uhr angekommen und haben uns gleich mal den Strand angeschaut. Ach, das Meer ist einfach was Schönes!





Nach diesem schönen Empfang, haben wir unsere Unterkunft bezogen. Hier hatten wir wahnsinnig viel Glück, denn wir haben ´von Quito aus einen Hostalbesitzer gefunden, der Schlafplätze bei Couchsurfing anbietet und so haben wir umsonst im Hostal genächtigt.
Dannach haben wir das Dorf etwas erkundet und das Fischerdorf mit ungefähr 16.000 Einwohner hat schon Charme:







Ziemlich bald schon ging es dann auch schon los zur Bootsfahrt zur Isla de la Plata, Wale beobachten und Schnorcheln. Dieser Trip war genial!
Zuerst sind wir mit dem Boot zur Isla de la Plata.




Die Isla de la Plata wird auch Galapagos für Arme genannt. Die Insel liegt ungefähr 20 Kilometer von der Küste entfernt und gehört zum Machalilla- Nationalpark. Dort kann man Blau- und Rotfußtölpel bestaunen und vor der Küste kann man super schnorcheln:





















Die Insel war überfüllt mit Vögeln, denn die Insel ist komplett unbewohnt und zum Naturschutz, kann man auch nur mit Führer auf die Insel. Die Blaufußtölpel haben gerade gebrühtet, weswegen wir besonders viele Tiere, aber auch das Balzverhalten der Tiere sehen konnten.
Die Brühtezeit der Rotfußtölpel war schon vorbei und deswegen waren die Vögel leider auch nicht so bunt wie sonst.
Wie man auf den Bildern sehen kann, war die Insel als wir dort waren relativ trocken und grau, denn es war kurz vor der Regenzeit und es fehlte schlichtweg die Feuchtigkeit. Dennoch ist die Insel superschön!

Bevor wir weiter zum Schnorcheln sind, haben wir vom Boot aus Schildkröten und sehr viele bunte Fische gesehen und beim Schnorcheln dann natürlich noch viel, viel mehr





Auf der Rückfahrt nach Puerto Lopez dann das absolute Highlight: Nach 2 Stunden suchen bei der Hinfahrt und einer halben Stunde bei der Rückfahrt, haben wir WALE gesehen!!!
Das war echt eindrucksvoll!
Wir haben eine Walfamilie mit 2 Elterntiere und einem Jungtier gefunden und sind den Walen gut 1,5 Stunden gefolgt. Wir waren echt sehr nah an den Tieren dran, vllt so 30 m Entfernung und es war super imposant, wie die Wale sich gedreht haben, Fontänen ausgestoßen haben und sich im Wasser fortbewegt haben. Die Tiere sind echt groß und die Wale, die wir gesehen haben sind im Vergleich klein mit anderen Arten.
Ich war und bin immer noch total fasziniert und so froh, dass wir das gemacht haben.
Ich glaube die Fotos können nur schlecht die wirkliche Stimmung einfangen, aber zumindest ein bisschen.
Danke hier an Fabi für die tollen Bilder:






Zurück in Puerto Lopez haben wir das Meer noch etwas genossen und sind abends mit Maude, Tameca, Micha, Lan und Myriam, die auch im Grupo Game wohnen und zufälliger Weise auch in Puerto Lopez waren, lecker Fisch und Meeresfrüchte essen gegangen! Sehr lecker!





Am Sonntagmorgen sind Jonas und ich dann früh raus um uns denn Fischmarkt anzusehen.
Der findet jeden Tag direkt am Strand statt und der Fisch wird direkt vom Boot verkauft. Das ist ein richtiges Spektaktel, denn der Markt wird von einer Horde an Vögeln begleitet, die hoffen darauf irgendetwas abzubekommen. 
Die Stimmung war genial und das Ganze war es auf jeden Fall wert früh aufzustehen. Außerdem gab es als Frühstück frischen Fisch, direkt vom Fischer. Que rico!





Den restlichen Sonntag haben wir dann noch am Strand Los Frailes verbracht. Dieser liegt im Machalilla- Nationalpark und ist dadurch unberührt, super sauber, sehr idyllisch und einfach wunderschön!
Hin sind wir ganz typisch mit dem Mototaxi und die 4 Stunden am Strand waren super entspannend.


Das Wetter war auch sehr angenehm: Wir hatten zwar nur vllt 2-3 Stunden strahlenden Sonnenschein in den 2 Tagen und sonst immer bewölkt, dennoch war es sehr schön warm und die Sonne war sehr stark. Und so haben wir uns alle einen gehörigen Sonnenbrand geholt...

Insgesamt waren die 2 Tage am Strand einfach nur wunderschön, aufregend und erlebnisreich!

Hasta pronto!
Un abrazo muy fuerte!
Judith

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